heute morgen im hereinströmenden sonnenlicht der aufsteigende dampf von heißem tee und die kleinen schatten der regentropfen am fenster, die sich wie ein unscharfes punktmuster über die dinge legen
Mittwoch, 29. Mai 2013
Samstag, 11. Mai 2013
zwischen zwei orten, zwischen zwei projekten.
noch ganz intensiv in einer arbeitssituation sein, darin handeln, denken, sprechen
noch ganz intensiv in einer arbeitssituation sein, darin handeln, denken, sprechen
und gleichzeitig schon hinausgehen. alle, die jetzt eine rolle spielen, verlassen.
etwas beenden, weil es auf dieses ende hin angelegt ist. in einen anderen, offenen raum treten.
versuchen, mir das andere schon vorzustellen, mich vorzustellen, was ich denken und tun werde. um nicht verlorenzugehen.
es ist wie ein tanz, eine performance, auch wie das über stunden nicht unterbrochene lesen eines buches. intensive aktion, interaktion, zeitlich begrenzt. danach beginnt etwas anderes, wie vorher auch etwas anderes war. bin ich noch dieselbe, auch wenn die folge der bewegungen, der klang, das ganze gefüge verschwunden sind. denn es ist viel mehr als nur ich selbst. ich falle gerade daraus heraus. ich gehe hinaus. ich versuche, heraus zu finden.
auch darin habe ich schon übung. aber es scheint mir schwieriger, den eigenen raum zu erreichen, die eigene un-endliche zeit, die in der begrenzten zeit steckt, die mein leben ist
Samstag, 20. April 2013
ich mag es, wenn im arbeitsprozess eine struktur entsteht, nur für die zeit, die diese arbeit braucht, hervorgebracht durch die notwendige funktion,
sinnvoll und schön.
sie verschwindet mit dem fortgang der handlung, verändert sich mit ihr.
strukturen, formen und rhythmen, meine bewegung darin.
nichts ist überflüssig, nichts ausweichend, nichts stört -
es fliesst
sinnvoll und schön.
sie verschwindet mit dem fortgang der handlung, verändert sich mit ihr.
strukturen, formen und rhythmen, meine bewegung darin.
nichts ist überflüssig, nichts ausweichend, nichts stört -
es fliesst
Freitag, 22. März 2013
ende märz, noch immer fällt schnee.
ich sticke neue muster für horn-und-zebra,
weicher, offener, leichter, fragiler-
ich sticke neue muster für horn-und-zebra,
weicher, offener, leichter, fragiler-
fast schon floral, obwohl ich die nähe der stickerei zu ihren mit dem weiblichen assoziierten elementen (das liebliche, schöne, angenehme, verspielte, dekorative...) bewußt unterlaufen und ihre anderen möglichkeiten ausweiten möchte: das konstruktive, reflexive, erkenntnishafte potenzial an der grenze zwischen zweidimensionaler fläche und dreidimensionalem raum
dabei suche ich zwischen den polen etwas ganz einfaches
Samstag, 16. März 2013
große stille im atelier, ich sehe auf meine hände und lasse den roten faden über das weiße leinen laufen
als kind spielten wir auf einem blatt papier, wir haben zahlen der reihe nach durch linien miteinander verbunden, keine linie durfte die andere berühren, jeder konnte aber eine festgelegte anzahl brücken bauen, die von beiden spielern genutzt wurden
am ende war das blatt bis an die ränder gefüllt mit rätselhaften wegen in zwei farben
als kind spielten wir auf einem blatt papier, wir haben zahlen der reihe nach durch linien miteinander verbunden, keine linie durfte die andere berühren, jeder konnte aber eine festgelegte anzahl brücken bauen, die von beiden spielern genutzt wurden
am ende war das blatt bis an die ränder gefüllt mit rätselhaften wegen in zwei farben
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